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Vintage Television Sets and Colour Television Sets from the Dawn of Television until Now

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PALcolor 614

Farbfernsehen:

Dokumentation: Farbfernseher Telefunken "PALcolor 614"

Baujahr: 1973

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PALcolor 614


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Mit dem kleinen tragbaren Farbfernseher PALcolor 614 von Telefunken, - der zu seiner Zeit den Spitznamen "die Bombe" trug wegen seines auffälligen Designs, - war es dem Hersteller 1973 erstmals gelungen, ein volltransistorisiertes Farbfernsehgerät zu produzieren. (Die im selben Jahr herausgebrachten Tischgeräte waren in den Ablenkendstufen noch mit Röhren bestückt.) Bis auf die Bildröhre sind hier alle Schaltungsgruppen in Halbleitertechnik ausgefürt worden. Die Leistungsaufnahme beträgt jetzt nur noch 110 Watt (im Vergleich dazu, die Leistungsaufnahme der ersten deutschen Farbfernsehgeneration lag zwischen 300 und 400 Watt!) Der Apparat enthält 36 Transistoren, 11 ICs (Integrierte Schaltungen) und eine Röhre (die Bildröhre). Links im Bild das Netzteil und der Lautsprecher. Infolge der geringeren Leistungsaufnahme kommt man im Netzteil mit einem Siebelko aus. Ein Leistungstransistor (2N3055), der auf der Kühlblechabdeckung sitzt, übernimmt die Spannungsstabilisierung. Die Versorgungsspannung für die Leistungsendstufen wird hier noch konventionell durch Gleichrichtung der Netzspannung gewonnen. Rechts im Bild das Chassis von hinten in der Gesamtansicht. Netzteilplatine und Ablenkplatine lassen sich bequem seitlich weg klappen, was dem Service sehr entgegen kommt. Hier das Gerät von vorn.

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Der Tuner und der ZF-Block (links) sind als Module gefertigt worden und können durch das Lösen einer Schraube unkompliziert aus dem Chassis genommen werden. Die Senderabstimmung erfolgt mit Hilfe von Varicap-Dioden durch Veränderung der Abstimmspannung, die Senderwahl geschieht durch Bedienung der Sensortasten, die sich auf dem Bedienteil auf der Oberseite des Gehäses befinden. Das Farbsignalteil (rechts) ist sehr kompakt aufgebaut. Die verschiedenen Funktionsgruppen sind hier in den verschiedenen ICs der TBA-Gruppe zusammen gefasst.

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In den Farbendstufen wird das RGB-Konzept angewandt. In der Grossbildwiedergabe sind deutlich die ICs zu erkennen (TBA 520, TBA 530 und TBA 540). Die ZF-Stufen, Farb- und Videosignalstufen enthalten - bis auf die RGB-Endstufen - keinen einzigen Transistor mehr. Sie sind allesamt in den Integrierten Schaltkreisen untergebracht. Die Verwendung solcher ICs ermöglichte erst die kompakte Bauweise, um ein gesamtes Farbfernsehchassis in solch ein tragbares Gerät zu integrieren. Rechts im Bild ist ein Teil des Lautsprechers und die Ablenkeinheit zu erkennen.

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Auch die letzte Domäne der Röhrentechnik, die Zeilenendstufe, ist nun erstmals voll transistorisiert. Damit war das zunächst vorläfige Ende einer technischen Entwicklung eingeleitet worden, die Mitte der 1960er Jahre in der Fernsehtechnik begann mit dem Einbau der ersten Transistoren in den Tunern und den ZF-Stufen. Anstelle des Röhrenpaares PL509 und PY500A sitzt hier der Schalttransistor BU 208 in der Zeilenendstufe, an der oberen Seite auf ein Kühlblech montiert. Ihm gegenüber sitzen vier BD 175 in Gegentaktschaltung als Vertikalendstufe. Auf dem Bildröhrenhals ist noch eine Platine mit den Konvergenzeinstellern montiert.

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Die Farbbildröhre ist eine amerikanische Importbildröhre mit 37 cm. Bildschirmdiagonale und 90° Ablenkung. Sie ist noch als Delta-Lochmaskenröhre ausgeführt, die letzte ihrer Art, die Telefunken in Farbportabeln verbaut hat. Rechts im Bild ist das Gerät im Betrieb zu sehen. Die Farbbildröhre ist noch ausgesprochen lichtstark.

Schaltplan

folgt noch!

Röhren

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Warnung: Diese Webseite bietet Ihnen einen Einblick in das Innere des Gerätes. Beachten Sie bitte, dass die Entfernung von Rückwänden und Abdeckungen nur dem Fachmann vorbehalten ist. Das gilt besonders, wenn das Gerät eingesteckt ist, in Betrieb ist oder unter elektrischer Spannung steht. Verbrennungen oder gar tödliche Stromschläge können die Folge sein! Aber auch bei Netztrennung besteht die Gefahr, dass bei unsachgemäßer Vorgehensweise bösartige Stromschläge geschehen können. Insbesondere die Bildröhre und die mit ihr verbundenen Baugruppen können noch Stunden oder Tage nach der letzten Inbetriebnahme weit über 10.000 Volt Hochspannung führen. Der Autor lehnt jede Haftung für Verletzungen und Schäden, resultierend aus den hier gegebenen Informationen ab und weist ausdrücklich darauf hin, dass für den Unkundigen vor dem Öffnen von Geräten Fachleute wie Elektriker oder Elektrotechniker befragt werden müssen.

Photos: © Eckhard Etzold 2004.

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Stand: 20. Dezember 2004,